Nimmt der Stadtrat die Probleme der Schüler ernst?

schülerparlamentGestern lud das Erfurter Schülerparlament zu seiner 9. Vollversammlung mit anschließender Podiumsdiskussion im Albert-Schweitzer-Gymnasium ein.
 
Unser Stadtrat Marek Erfurth nahm auf Einladung gerne daran teil und erlebte doch kuriose Szenen. Hierzu äußert er sich wie folgt:
„Von den Teilnehmern wurden Anträge eingereicht, Diskussionen angestoßen und letztendlich abgestimmt. Die Ideen, Anregungen, Forderungen und Wünsche der Jugendlichen waren dabei überraschend pragmatisch, als auch realistisch. Häufig angesprochene Themen waren zum Beispiel die maroden Zustände an manchen Schulen, unzureichende ÖPNV-Anbindungen und Fahrplanzeiten oder die WLAN-Ausstattungen in den Schulgebäuden.
 
An der gezeigten Disziplin im Ablauf der Versammlung könnte sich so mancher Parteitag ein positives Beispiel nehmen.
Dann ging es in die Podiumsdiskussion. Neben der CDU, den Grünen und der FDP saß auch ich auf der Bühne und die Schüler konnten uns mit Fragen löchern. Während ich ehrlich, konstruktiv und ohne die übliche Parteienrhetorik antwortete, nutzte „Lehrer“ und Erfurter CDU-Chef Michael Hose seine Redezeit, um einerseits gegen die AfD zu wettern, scheinheilig Verständnis für die Probleme der Schüler zu heucheln und schonmal Werbung für die nächste Bürgermeisterwahl zu machen. Trauriger Höhepunkt war, als Hose mich als „Wolf im Schafspelz“ bezeichnete. Auf die Bitte eines Schülers, dass wir doch trotz unterschiedlicher Meinungen für ihre Interessen im Stadtrat zusammenarbeiten sollten, hatte er nur seine alte, abgedroschene Phrase des „mit denen arbeiten wir nicht zusammen“ übrig. Im letzten Stadtrat äußerte er sich übrigens genauso, als er meinte, er können unserem Antrag u.a. deswegen nicht zustimmen, weil von uns kommt.
 
Dazu kann ich nur sagen: Thema verfehlt, setzen, sechs!
Sollte er sich in seinem Beruf gegenüber seinen Schutzbefohlenen ebenfalls so indoktrinierend verhalten und dabei sein verqueres Verständnis von Demokratie herausposaunen, läßt das Böses ahnen.
 
Ich für meinen Teil habe jedenfalls den Einblick in die Gedankenwelt der Jugendlichen sehr genossen und konnte viele Eindrücke und interessante Ansätze für unsere zukünftige Arbeit im Stadtrat mitnehmen.
 
Marek Erfurth
Fraktion der AfD im Erfurter Stadtrat

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