Drucksache 1501/24; Anfrage nach § 9 Abs. 2 GeschO; Bushaltestelle Egstedt; öffentlich
Sehr geehrter Herr Erfurth,
Ihre Anfrage beantworte ich wie folgt:
1. Aus welchen Gründen soll die vorhandene Bushaltestelle nicht weiter bedient werden und durch eine provisorische, augenscheinlich unsichere, Haltestelle ersetzt werden?
Das Tiefbau- und Verkehrsamt erneuert derzeit die Verrohrung des Wiesenbachs im Straßenabschnitt Zum Rinnebach in Egstedt. Ursache hierfür ist die bauzustandsbedingte Einschränkung der Tragfähigkeit, die bislang mit 12t aber ausreichend für den Individualverkehr und ÖPNV war. Mit der Anschaffung neuer Busse der EVAG für den Linienverkehr hatten einzelne Fahrzeuge höhere Achslasten, die das zulässige Maß der Tragfähigkeit des o. g. Durchlasses überstieg. Somit ist momentan eine Befahrung der bisherigen Route und Andienung des Haltestellenbereiches in der Bechstedter Straße (Fahrtrichtung Erfurt) nicht möglich. Derzeit wird daher nur die Haltestelle Am Wiesengrund angefahren, die sich in einer Entfernung von ca. 78 m Luftlinie befindet. Diese Haltestelle ist hinsichtlich der Platzverhältnisse eingeschränkt. Es erfolgt damit kein Ersatz einer Haltestelle, sondern lediglich eine temporäre Einschränkung der Haltestellenanzahl in der Ortslage Egstedt. Mit Beendigung der Baumaßnahme in der Straße Zum Rinnebach wird eine Befahrung der alten ÖPNV-Route in der Ortslage Egstedt wieder möglich und damit auch die reguläre Andienung aller Haltestellen in Egstedt. Die Baumaßnahme endet voraussichtlich Mitte September 2024.
2. Bis wann soll durch welchen Vorhabenträger die Wendeschleife in Egstedt errichtet werden und welche Kosten werden hierdurch verursacht?
Die Buswendeschleife in Egstedt ist Bestandteil des Projektes des Tiefbau- und Verkehrsamtes „Grundhafter Ausbau der OD Bechstedter Straße in Egstedt“.
Das Ziel dieses Vorhabens ist die Verbesserung der Verkehrsqualität und Verkehrssicherheit für den Fahrzeugverkehr im Bereich der Ortsdurchfahrt Egstedt unter Berücksichtigung und Abwägung der Belange des öffentlichen Linienbusverkehrs, Radverkehrs und des Fußgängerverkehrs. Zur Attraktivitätssteigerung erfolgt die Neugestaltung der Nebenflächen.
In der Bechstedter Straße werden beide Bushaltestellen mit neuen Bordanlagen mit Einstiegshöhe von 22 cm nach Vorgaben der Barrierefreiheit ausgestattet.
Die Realisierung dieses Vorhabens ist ab 2027 geplant. Die Vorbereitung der Maßnahme wird ab 2025 verstärkt erfolgen. Zum jetzigen Zeitpunkt liegt eine Vorplanung einschließlich Variantenuntersuchung vor. Die Vorplanung wird in Kürze im Rahmen dem zuständigen Ausschuss zur Entscheidung vorgelegt. Die derzeit geschätzten Kosten für die von der Verwaltung als die für die bauliche Umsetzung empfohlene Variante, belaufen sich auf ca. 3,7 Mio. EUR.
Mit freundlichen Grüßen
A. Horn