Jüdisches Kulturzentrum soll auf dem Rathausparkplatz gebaut werden

jüdisches Kulturzentrum
Der Vorschlag über den Bau eines Welterbezentrums – von Tobias Knoblich (SPD), Erfurter Kulturreferent – ist zunächst einmal voll und ganz zu unterstützen. Ein solcher Ort würde die Wichtigkeit des jüdischen Erbes für unsere Stadt angemessen unterstreichen, was für Einwohner und Touristen einen Zugewinn an Attraktivität für unsere Stadt bedeuten würde.
 
Deshalb haben wir als AfD auch zugestimmt, sich als Erfurt um den Titel als Unesco-Welterbe zu bewerben. Zur Debatte steht also lediglich noch die Standortwahl des angedachten Zentrums. Von Herrn Knoblich wurde hier bereits die Idee der Nutzung des Parkplatzes hinter dem Rathaus angedacht, welcher sich zudem aufgrund seiner Lage in das Gesamtbild des jüdischen Lebens in Erfurt historisch integriert. Zu bedenken gibt hier lediglich die angespannte Parkplatzsituation in diesem Teil der Stadt auf. Wie könnte der mit der Umnutzung verbundene Wegfall der Parkplätze kompensiert werden?
 
Dies ist eine wichtige Frage, welche uns an dieser Stelle als Stadtrat beschäftigen muss. Denn schließlich wollen wir nicht, dass Anwohner und Berufstätige, welche den Parkplatz bisher nutzen, sich im Regen stehen gelassen fühlen und eventuell einen Groll gegen unser Ansinnen des Welterbezentrums entwickeln. Deshalb möchten wir für den Fall, dass das Parkplatzproblem ortsnah nicht gelöst werden kann, bezüglich der Standortwahl einen Alternativvorschlag einbringen.
 
Das sich neben der Alten Synagoge befindende Gelände ließe sich für den Bau des Welterbezentrums ebenso in Erwägung ziehen, zumal dazu keine anderweitige Nutzung entfallen müsste. Damit könnte der dort gelegene Platz optimal ausgenutzt werden und der historische Bezug zum jüdischen Leben in Erfurt bliebe örtlich natürlich gegeben. Ebenso käme der Petersberg infrage, oder die neue Mühle auf der Schlösserbrücke.
 
Die sich unter dem Pflaster des Parkplatzes hinter dem Rathaus befindenden Überreste einer anderen alten Synagoge, welche ohnehin nach ihrer Ausgrabung zu Ausstellungszwecken entnommen werden müssten, ließen sich natürlich dennoch durch Archäologen zu Forschungs- und späteren Ausstellungszwecken sichern. Eine vorübergehende Sperrung des Platzes ließe sich auch von allen Beteiligten noch verschmerzen.
 
Wir wissen alle um den Platzmangel in unserer dicht bebauten Stadt; gerade was den Baugrund in unserer Altstadt betrifft. Deswegen wollen wir, als AfD-Fraktion im Erfurter Stadtrat, Vorschläge für den Standort des Zentrums nicht vorschnell absegnen und zuerst die Konsequenzen für den Gesamtzusammenhang des täglichen Lebens in unserer Innenstadt bedenken. Wenn wir hier eine gute Lösung finden, sind wir uns sicher, dass das künftige Welterbezentrum auf allgemeines Wohlwollen stoßen wird.
 
Ihre Fraktion der AfD im Erfurter Stadtrat
 
________________________________________________
 
https://www.thueringer-allgemeine.de/regionen/erfurt/plaene-fuer-erfurter-welterbezentrum-auf-dem-rathaus-parkplatz-id229270794.html

Ein Kommentar

  1. Das wäre eine gute Lösung mit der Alten Synagoge. Ich nutze den Parkplatz nicht, aber ich weiß, dass viele arbeitende Menschen den Platz brauchen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert