2050/24 Personalengpässe bei der EVAG

Drucksache 2050/24; Anfrage nach § 9 Abs. 2 GeschO; Personalengpässe bei der EVAG; öffentlich

Sehr geehrte Frau Rottstedt,

Ihre Anfrage beantworte ich unter Einbeziehung der Erfurter Verkehrsbetriebe AG wie folgt:

1. Wie hat sich die Personallage der EVAG in den vergangenen 10 Jahren entwickelt?

(Bitte aufgeschlüsselt nach Jahren)

Der beigefügten Übersicht ist die Entwicklung des Personals hinsichtlich vollbeschäftigten Einheiten (vbE) zu entnehmen.

Personalentwicklung EVAG (VBE)

JahrEVAG gesamtEVAG Fahrdienst
2014540305
2015529298
2016532299
2017546303
2018558308
2019564317
2020565324
2021559319
2022567327
2023572328
2024568326

2. Welche konkreten Maßnahmen hat die EVAG bislang getroffen, um dem fortdauernden Personalmangel entgegenzuwirken?

Die EVAG wird ab dem 01.11.2024 die Ausbildungskapazitäten für „Quereinsteiger Straßenbahnfahrer/innen“ deutlich erhöhen. In dem Konzept wird sowohl die Anzahl der Fahrschulkurse als auch die Größe der einzelnen Kurse erhöht.

3. Welche weiteren Maßnahmen wird die EVAG kurzfristig, mittelfristig und langfristig ergreifen, um den akuten Personalmangel abzubauen und alle Abfahrtzeiten der Straßenbahnlinien abzusichern?

Die reine Anzahl des Personals und die erbrachten Leistungen waren in den letzten Jahren relativ konstant. Kurzfristig möchte die EVAG daher zunächst die derzeitige Situation analysieren, um die konkreten Ursachen für den aktuellen Personalmangel aufzudecken und zu hinterfragen. Parallel dazu werden zusätzliche Maßnahmen im Personal Recruiting ergriffen. Unter anderem wird am 28.11.2024 eine „Bewerberbahn“ in Erfurt unterwegs sein, um mit potentiellen Bewerbern direkt vor Ort in Kontakt treten zu können. Zusätzlich werden ab Februar 2025 externe Ausbildungskapazitäten im Busbereich geschaffen.

Auf Basis der Ursachenanalyse für die derzeitige Situation wird mittelfristig die Personalbedarfsplanung an die veränderten Rahmenbedingungen angepasst. In diesem Zuge erfolgt auch eine Überprüfung der Anzahl der Auszubildenden zur Fachkraft im Fahrbetrieb. Zudem soll zukünftig eine eigene Busfahrschule den Ausbildungsbedarf im Busbereich abdecken.

Mittel- und langfristig stehen ergänzend die Themen Zufriedenheit der Fahrerinnen und Fahrer sowie deren Bindung an das Unternehmen und die Reduzierung von Fehlzeiten auf der Agenda.

Mit freundlichen Grüßen
A. Horn

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